In Erinnerung an Marc Breuer!
 

Marc Breuer

Marc Breuer, geboren am 08.07.1990, ist ein Junge dessen Schicksal es nicht gut mit ihm meinte. Vor einigen Jahren wurde bei ihm das erste Mal Krebs diagnostiziert. Nachdem er sich einer Chemo-Therapie unterzogen hatte war er geheilt, für ene Weile.

Kurz darauf hatte man bei ihm erneut Krebs gefunden und er musste sich wieder behandeln lassen. Leider wurde der Krebs auch dieses Mal nicht ganz beseitigt und wuchs bald darauf erneut. Die Chance auf eine Heilung durch eine Stammzellen-Transplantation war sehr gering.

Marc hatte sich daher dafür entschieden, die Zeit die ihm noch bleibt vor allem mit seiner Familie zu geniessen. Nach Monaten voller Qualen starb Marc am 29. Oktober 2006 an seinem beschissenen Krebs.

Ruhe in Frieden


Marc's Geschichte

Febr. 2002:

 

Marc wird nach verschiedenen "Fehldiagnosen" (Sportverletzung, Zerrung...)

zur Erstellung eines CTs (Computertomographie) in die "Röhre" geschickt.

 

Diagnose: Ewing Sarkom im rechten Unterschenkel ( Tibia = Schienbein).

 

sofortige Einlieferung (gleicher Tag! ) in das Aachener Universitätsklinkum.

Erster Kontakt dort mit einem Orthopäden der Marc sowie uns mit den Worten begrüsste:

 

Dein Bein ist weg und es geht um Dein Leben!

 

Dieser Mann sollte seinen Job aufgeben, und es als "Abrissbirne" versuchen.

Weitere Diagnosen und Behandlungen von Seiten des Orthopädischen Bereiches wurden

von uns als Eltern in Absprache mit den Onkologen abgelehnt.

 

Beginn einer Chemotherapie über einen Gesamtzeitraum von ca. 11 Monaten mit Unterbrechung

durch Operative Entfernung des Tumors, was nichts anderes hiess als: 8cm des Schienbeines

wurden entfernt.

Dank Unterstützung der Onkologie in Aachen wurden wir auf die Orthopädie der Uniklinik Münster

aufmerksam gemacht, die sich auf Kinder mit Knochentumoren spezialisiert haben.

 

Juli 2002:

 

Marc wird durch uns nach Münster gebracht zur Tumor-OP;

Ich verstehe bis heute nicht wie jemand so mutig sein kann sich in eine solche OP zu begeben,

mit dem Wissen was danach auf ihn zukommt.

Sein Bein wurde erhalten in einer 12 stündigen Operation.

Es folgten 4 Wochen Aufenthalt in der Uniklinik Münster die eine sehr schmerzhafte Erfahrung für unseren

Sohnemann war.

 

August 2002 :

 

zurück nach Aachen zur Vorsetzung der Chemotherapie.

Schwere Wundheilungsstörungen (bedingt durch Chemotherapie).

 

Januar 2003:

 

Ende der Behandlung mit Diagnose = Krebsfrei

 

Auf geht es nach Hause; Jetzt muss das Rechte Bein heilen, viel Trainiert werden und bald kann er wieder gehen.

Wenn auch nur an einer Krücke aber immerhin, nach 11 Monate nicht gehen dürfen.....!

 

August 2005:

Nach einigen Fehldiagnosen die schlimme Gewissheit: 2. Krebserkrankung B-ZELL-LYMPHOM.

 

September / Oktober 2005:

Marc ist nur im Krankenhaus leidet unter schwerer Mucositis von den Chemos.

 

Bis Januar

6 Chemoblöcke, Therapie zu Ende alles scheint OK.

 

Februar / März 2006:

Marc muss sich von den Strapazen der Therapie erholen obwohl er noch schlapp ist, geht er 1 Woche zur Schule. Später bekommt er wieder Probleme z.B. Schmerzen in den Füssen.

 

28.03.06:

REZIDIV hat Bauchraum und Niere befallen. Wir müssen uns entscheiden zwischen Hochdosischemo & Stammzellrückgabe und palliative Therapie. Obwohl die Chance auf Heilung gering ist wählen wir die Hochdosis.

 

April / Mai 2006:

Zur Vorbereitung auf die Hochdosis und um zu sehen ob die Chemo noch wirkt

bekommt Marc 2 Chemoblöcke durch normale Zugänge in die Adern. Der Hickman-Katheder wird erst kurz vor der Hochdosis wieder rein operiert.

 

01.06.06

Beginn der Hochdosis, Marc ist supertapfer bis zur stationäre Entlassung aus der Einzelhaft

 

26. 06 06

kurz nach seinem Geburtstag hat Marc wieder Probleme z.B. Doppelbilder sehen. Gehirnwasser und

Knochenmark sind ok aber der Tumormarker im Blut steigt.

 

August

2.TES REZIDIV wieder Niere etc.

Nur noch eine palliative Behandlung ist möglich. Noch geht’s Marc ganz gut und wir hoffen auf eine

möglichst lange, gute zeit.

 

September / Oktober

Gesundheitliche und seelische Achterbahnfahrt mit Tendenz nach unten.

 

29.10.06

Marc Stirbt…

Wir sind froh, dass er wenigstens zu Hause friedlich einschläft aber auch sehr traurig…